
There is nothing more fundamental in programming than the ability to efficiently express yourself through typing, schreibt Jeff Artwood in seinem Blog Coding Horror. Jeff legt auch gleich bei einem der über Google auffindbaren Tests eine Schreibgeschwindigkeit von 84 Wörtern pro Minute vor. Ziemlich gut.
Trotz Jeffs Anmerkung, es ginge ihm nicht um einen Wettbewerb im Tippen, habe ich natürlich gleich auch mal geschaut, auf welche Werte ich komme. Diese beknackten Texte des von ihm gewählten Typing-Tests machen es zwar nicht gerade leicht, aber immerhin bin ich dort auf so ~50 Worte pro Minute (WPM) gekommen. Schon nicht schlecht, aber sicher noch nicht gut.
Zwar lese ich sowieso mehr über das Programmieren, als dass ich tatsächlich selber etwas programmiere, dennoch hat mich das so beim Ehrgeiz gepackt, dass ich mich gleich bei TypingWeb angemeldet habe, um ein paar zusätzliche Kurse im Zehn-Finger-Schreiben zu belegen. Leider ist die Seite nicht ganz mit der deutschen Tastatur kompatibel.
Dabei stellt sich mir dann allerdings sofort eine Frage: Welches Tastaturlayout soll man überhaupt lernen? Das Deutsche Qwertz oder eher das englische qwerty? Beides hat seine Vor- und Nachteile, wie immer. Qwertz ist sicher für längere deutsche Texte besser geeignet, da es die verschiedenen Sonderzeichen und Umlaute enthält, gleichzeitig ist es aber zum schreiben von Computerprogrammen weniger gut geeignet, weil sich die verschiedenen Sonderzeichen, die man für die meisten Programmiersprachen einfach braucht auf ungünstigen oder nicht so leicht zu tippenden Tasten befinden. Bleibt natürlich noch die bekannte Dvorak-Alternative.
Das Dvorak-Layout wurde für ein effizienteres und komfortableres Tippen entwickelt - ganz im Gegensatz zum Qwert*-Layout, da kam es bei den Designentscheidungen hauptsächlich darauf an, dass sich die Buchstabenhämmer beim Tippen nicht verklemmten; zumindest findet man das im Web als Erklärung. Dvorak gibt es aber nicht wirklich auf Deutsch – und dadurch ändern sich ggf die Tastaturkurzbefehl-Kombinationen, so daß die von mir in "Muscle-Memory" übergegangenen Tastenkombinationen mühsam neu gelernt werden müssten. Dvorak hat ausserdem für mich als Linkshänder einen deutlichen Nachteil: Es ist für Rechtshänder konzipiert.
Schließlich gibt es noch das Colemak-Layout, das da etwas freundlicher ist, aber leider auch nicht in einer geeigneten Variante für Deutsch vorliegt. Das Colemak-Layout hat aber neben den tasturkurzbefehl-kombinationsfreundlicheren Tastenanordnungen noch eine ganz wunderbare Idee: Caps-Lock wird erstetzt durch eine zweite Rüschschritt-Taste. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir das Colemak-Layout.


Kommentare