Sunday, 29. November 2009
Missverhältnis
Wenn ich mich recht entsinne, sind etwa 1GB an Daten auf meiner Vista-CD nur dazu da, den PC mit Sprachbefehlen steuern zu können (was ich ohne eine echte KI, die mit der Mehrdeutigkeit natürlicher Sprache umgehen und auch komplexe Anweisungen umsetzen kann, eher zum Gähnen finde), entpackt und installiert ist das sicher nochmal deutlich mehr. Aber falls ich in DOSBox (um mal wieder VGA Planets zu spielen) ein #-Zeichen haben möchte, wenn ich die entsprechende Taste drücke, muss ich erst manuell einen fehlerhaften Tastaturtreiber von Microsoft ersetzen. Da kann doch irgendwas nicht stimmen.
Friday, 22. August 2008
Bowling
Länger nicht mehr gespielt, trotzdem reichte es heute Abend zum knappen Sieg in beiden Runden. 104 Pins sind dabei eigentlich kein wirklich beeindtruckendes Ergebnis, mit 151 im zweiten Spiel war ich schon zufriedener. Wir sollten wieder öfter bowlen gehen.
Saturday, 12. July 2008
Diablo Dreis Design …
Oder: Nightelf wtf?
Nachdem zunächst World of Warcraft und dann auch noch StarCraft II dem Comic-Blizzard Stil unterworfen wurde, der nicht zuletzt mit WarCraft III Einzug in das Spieledesign von Blizzard gehalten hat, musste nun auch DiabloIII unter dem antirealistischen grafischen Veränderungen leiden.
Alles ist bunt bunt bunt – von der sonst Diablos dunkle Welten so stimmungsvoll umschmeichelnden Düster- und Trostlosigkeit keine Spur. Dort, wo früher dunkle und gedeckte Töne die Landschaft prägten, geht es jetzt durch paradiesische Idyllen mit Regenbögen, Schmetterlingen und kleinen Wasserfällen. Wo sich die Umgebung in bittere Finsternis und Schwärze der Verdammnis hüllte, wo der Lichtradius, dieser kleine Funken Hoffnung in einem Meer von Schwarz, die einzige Erinnerung an eine Welt vor der Apokalypse war, da ist die Welt heute durch ein Allerweltsleuchten durchdrungen, die einen eher an Fallout oder Homer Simpsons Atomkraftwerk erinnert.
Ich möchte an dieser Stelle nicht Falsch verstanden werden: Natürlich ist auch das neue Diablo voller Ausdrucksstärke und voller grafischer Finesse, aber darum geht es mir gar nicht. Es geht um die Abkehr von der Stimmung. Die Abkehr von der „Tristess von Tristram”, die das emotionale Stimmungsbild von Diablo geprägt haben. Es geht um das Glitzern von Gegenständen auf dem Boden. Es geht um Regen in der Finsternis. Diablo ist nicht nur die Geschichte oder die Charaktere oder die Orte. Der optische Stil und die dadurch vermittelte Stimmung ist eben auch ein Teil von Diablo.
Es erscheint mir, als ob die Entwickler von Diablo 3 den Nachfolger eines bereits sehr erfolgreichen Spielkonzepts erschaffen, indem sie dabei möglichst massen- und mittelamaßtaugliche Elemente verwenden, um ein Maximum an Verkaufszahlen rauszuschlagen. Dabei ist es ihnen mehr oder weniger nicht wichtig, ob die Langzeitfans von Diablo, die dieses Spiel selbst nach so vielen Jahren noch spielen, mit dem Spiel glücklich sind oder ob sie dem, was das Spiel ausmacht treu bleiben – solange sie nur den Massen ihren Kram andrehen können, sind die eigentlichen Fans egal.
Dieser gleichmachende Kampf ums Mittelmaß, dieses Streben nach Konformität, diese Dekadenz des Willens, dieses Ausruhen auf Massentauglichkeit – sei es nun bei den beiden großen Volksparteien der Mitte, Dell-Rechnern oder Windows 3.1 – das ist es, was mich stört. Ich möchte Authentizität und Excellenz!.
End of Rant.
Nachdem zunächst World of Warcraft und dann auch noch StarCraft II dem Comic-Blizzard Stil unterworfen wurde, der nicht zuletzt mit WarCraft III Einzug in das Spieledesign von Blizzard gehalten hat, musste nun auch DiabloIII unter dem antirealistischen grafischen Veränderungen leiden.
Alles ist bunt bunt bunt – von der sonst Diablos dunkle Welten so stimmungsvoll umschmeichelnden Düster- und Trostlosigkeit keine Spur. Dort, wo früher dunkle und gedeckte Töne die Landschaft prägten, geht es jetzt durch paradiesische Idyllen mit Regenbögen, Schmetterlingen und kleinen Wasserfällen. Wo sich die Umgebung in bittere Finsternis und Schwärze der Verdammnis hüllte, wo der Lichtradius, dieser kleine Funken Hoffnung in einem Meer von Schwarz, die einzige Erinnerung an eine Welt vor der Apokalypse war, da ist die Welt heute durch ein Allerweltsleuchten durchdrungen, die einen eher an Fallout oder Homer Simpsons Atomkraftwerk erinnert.
Ich möchte an dieser Stelle nicht Falsch verstanden werden: Natürlich ist auch das neue Diablo voller Ausdrucksstärke und voller grafischer Finesse, aber darum geht es mir gar nicht. Es geht um die Abkehr von der Stimmung. Die Abkehr von der „Tristess von Tristram”, die das emotionale Stimmungsbild von Diablo geprägt haben. Es geht um das Glitzern von Gegenständen auf dem Boden. Es geht um Regen in der Finsternis. Diablo ist nicht nur die Geschichte oder die Charaktere oder die Orte. Der optische Stil und die dadurch vermittelte Stimmung ist eben auch ein Teil von Diablo.
Es erscheint mir, als ob die Entwickler von Diablo 3 den Nachfolger eines bereits sehr erfolgreichen Spielkonzepts erschaffen, indem sie dabei möglichst massen- und mittelamaßtaugliche Elemente verwenden, um ein Maximum an Verkaufszahlen rauszuschlagen. Dabei ist es ihnen mehr oder weniger nicht wichtig, ob die Langzeitfans von Diablo, die dieses Spiel selbst nach so vielen Jahren noch spielen, mit dem Spiel glücklich sind oder ob sie dem, was das Spiel ausmacht treu bleiben – solange sie nur den Massen ihren Kram andrehen können, sind die eigentlichen Fans egal.
Dieser gleichmachende Kampf ums Mittelmaß, dieses Streben nach Konformität, diese Dekadenz des Willens, dieses Ausruhen auf Massentauglichkeit – sei es nun bei den beiden großen Volksparteien der Mitte, Dell-Rechnern oder Windows 3.1 – das ist es, was mich stört. Ich möchte Authentizität und Excellenz!.
End of Rant.
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